Interview Willi Lindemann / Juni 2010

 

 

na fritze, wo wutt du drop los mit dien fahrrad?

 

ik will na use melanie, hebbe n paar kartuffelschalen hier in’ emmer, vorr ören kompost, wi hett ja kein’ garen mehr. ach krischan, mik is et nich gut egahn dä letzte tid, ik hebbe so’ n jucken ehat oberall, an ganzen körper, dach un nacht keine rauh, schlimm was dat. dat hat hier anne lippe anefungen, n lüttjet kibbecken erst, da denkste dik nist bi, ne. un denn wort dat immer schlimmer, gottogott – in’ gesichte, anne arme, an’ buke ok, allet rot. oben ok hier inne leiste, nänä. bin ik na dr. horn egahn, dä konne erst garnist finden, tabletten un salbe verschreeben, hat allet nist ehulpen. twei wochen ging dat so, ik hebbe garnich nich slapen könn’ mehr un wass ganz runderekomen. denn immertau niee underwäsche un dat bedde nie betrecken jeden dach. miene fru, oh, dat hat ewundert, nä. na’ n hautarzt denne un dä segge denn: „herr quesen, das liegt an ihrer seife“. wat, segge ik, anne seife ?

 

naja: anne seepe hat et elägen, dä konne ik nich mehr verdragen, dat parfüm, wesste. und nu immer seepe vonne apotheke köpen, spezialseepe, oh, dä ist düer, dat kannste glöben, minsche, dä kasse zahlt dat nich, mosste sülmst betalen. dä nehme ik nu und nu geiht et besser, gottseidank. wat et allet gifft hüte – ik konne düsse seepe nich mehr verdragen, dat parfüm, chemie, wesste. jetzt döre ik immer nur düsse düre seepe nehmen. ooh, dat hat mik schon jedanken emaket + grübelie: wat is dat mit düssen schobben bi dik, ne? ganz schlimm was et so inne kniekehlen oder under dä achseln, oberall, wo n so’n betjen sweetig wern kann, ne, inne leiste.

 

un denne, wenn licht rankümmet, denn wass et garnich taun utholen, inne sunne.

da denkste denn, wat ist dat, wat is dat ? ob et womöglich krebs is ok, watn sik so taurecht zimpuliert, ne, denkste ja glieks „krebs“. ik sgge dik, manche dage harre ik garkeine lust mehr, arbeit haste ja ok nich mehr, dä dik aflenken kann, nur dä paar häuner da, ne. da hebbe ik denn ofte opn sofa elägen un hebbe nur ekeken un radio ehört, in dustern veel. du hast mik ja n paarmal so in dustern eseihn un hast denn licht anemaket inne stube bi üsch boben. ik bin ok n betjen deipe, dat hebbe ik von use oma, dä moßten se doch immer int holt feuern boben na’ n sarling hoch mit örn asthma. dat harre so ganz schlimm asthma, un boben in’ holte ging et denn besser. dä hat dat richtig in koppe ekregen so’ n betjen, ne, veel eweent ok. wenne immer keine luft kriegen deist un immer jappig, dat is doch schlimm sowat. un genauso was dat bi mik mit dän jucken, dat ging mik immer in’ koppe rum. aber nu wart et ja besser. nur düsse spezialseepe, mot ik sülms betalen. spezialseepe.

 

ju mutters, dä is ja immer noch dulle opn schick, deuker ok, dat segge ik dik.

sigrid … immer in’ garen taugange un opn howwe un mitn fahrrad underwegens. neulich, da wollet woll grade na anne rober, da stiggt et einfach so obern tuhn, ik segge dik. mit 80 obern tuhn, da mottn sik wirklich wundern, da findste in almke doch keinen. un hat et ja ok nich so lichte ehat mit oma elsbeth un ok ju’ n vader,

dä is ja ok nich so’ n lichten charakter ewest.